17.09.14, 19:34
Also, Hydraulikdichtungen gehen nicht durch Wasser oder inneren Abrieb kaputt. Dann müssten ja auch die offenliegenden äußeren, glänzenden Kolbenstangen aller möglichen Zylinder (Baumaschinen, Stoßdämpfer, etc.) nach kürzester Zeit den Geist aufgeben.
Es gibt zwei Hauptursachen:
1) Das Nichtbewegen der Komponenten: Hierdurch trocknen die Dichtungen zwischen Kolbenstange und Zylinder regelrecht aus. Es ist nämlich auf der äußeren Kolbenstangen ein ganz, ganz dünner Ölfilm, der die Dichtung permanent geschmeidig halten soll und äußeren Dreck abstreift (genauso auch innen). Dieser Film "verdampft" bei Nichtgebrauch ganz langsam und die Dichtung fängt an zu schrumpfen, je älter desto schneller. Aus diesem Grunde bewege ich selbst in der Nicht-Saison (11-03) das Verdeck wöchentlich (also nicht das Reinfalten in den Verdeckkasten, aber halbauf - und - wieder zu).
2) Querbelastung der Kolbenstange: Ich wette, dass die Verdecke, die beim Öffnen vorne laut knacken, eher von den Undichtigkeiten betroffen sind. Denn hier muss mit hohem Druck der Riegel quer aus der Lasche (an der Dachspitze) gezogen werden, während diese beginnt sich zu öffnen. Dadurch kann die Kolbenstange seitlich belastet werden. Hierfür sind diese Zylinder aber nicht ausgelegt und die Dichtungen beginnen auszuleiern. In Kombination mit 1) noch schneller.
In meiner Firma werden jährlich etliche Dauerläufe von Verdecken durchgeführt. Diese müssen bis zu 20.000 Öffnungs-Schließvorgänge unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen aushalten (könnt ihr ja mal auf "pro Jahr" umrechnen) . Nach ca. 1000 Lastwechseln ist die Hydraulikflüssigkeit dunkel. Aber so weit ich mich erinnern kann, ist noch nie ein Hydraulikzylinder durch normalen Betrieb undicht geworden.
Also immer schön bewegen! Wer rastet, der rostet (... oder so ähnlich) !
Grüße aus Lotte
Es gibt zwei Hauptursachen:
1) Das Nichtbewegen der Komponenten: Hierdurch trocknen die Dichtungen zwischen Kolbenstange und Zylinder regelrecht aus. Es ist nämlich auf der äußeren Kolbenstangen ein ganz, ganz dünner Ölfilm, der die Dichtung permanent geschmeidig halten soll und äußeren Dreck abstreift (genauso auch innen). Dieser Film "verdampft" bei Nichtgebrauch ganz langsam und die Dichtung fängt an zu schrumpfen, je älter desto schneller. Aus diesem Grunde bewege ich selbst in der Nicht-Saison (11-03) das Verdeck wöchentlich (also nicht das Reinfalten in den Verdeckkasten, aber halbauf - und - wieder zu).
2) Querbelastung der Kolbenstange: Ich wette, dass die Verdecke, die beim Öffnen vorne laut knacken, eher von den Undichtigkeiten betroffen sind. Denn hier muss mit hohem Druck der Riegel quer aus der Lasche (an der Dachspitze) gezogen werden, während diese beginnt sich zu öffnen. Dadurch kann die Kolbenstange seitlich belastet werden. Hierfür sind diese Zylinder aber nicht ausgelegt und die Dichtungen beginnen auszuleiern. In Kombination mit 1) noch schneller.
In meiner Firma werden jährlich etliche Dauerläufe von Verdecken durchgeführt. Diese müssen bis zu 20.000 Öffnungs-Schließvorgänge unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen aushalten (könnt ihr ja mal auf "pro Jahr" umrechnen) . Nach ca. 1000 Lastwechseln ist die Hydraulikflüssigkeit dunkel. Aber so weit ich mich erinnern kann, ist noch nie ein Hydraulikzylinder durch normalen Betrieb undicht geworden.
Also immer schön bewegen! Wer rastet, der rostet (... oder so ähnlich) !
Grüße aus Lotte
Mopf1 / 129.067 / M119.982 / 722.6 / smaragdschwarz

