05.11.13, 16:59
Hie noch ein paar Tipps, die meine Versicherung gerade per E-Mail verschickt hat. Nichts wirklich neues, aber kann ja nicht schaden
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:Zitat:· Temperaturwechsel bis hin zu Frost in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Hierdurch kondensiert die Luft an Oberflächen und "nistet" sich regelrecht ein. Dies passiert insbesondere an verschmutzte Oberflächen, da hier die Haftmöglichkeit sehr gut ist. An Metalloberflächen wird hierdurch die Korrosion begünstigt und an Oberflächen wie Stoffen, Leder- Kunstleder, Dämmmaterialien etc. bildet sich Schimmel. An Laufflächen von Maschinenteilen läuft der ansonsten vorhandene Schmierfilm ab und die blanken Flächen sind ungeschützt der Korrosion ausgesetzt.
· Einseitige Druckbelastung an drehenden Bauteilen
Das Gesamtgewicht eines Fahrzeugs wirkt auf eine relativ kleine Aufstandsfläche der Reifen und es kann zu sogenannten "Standplatten" führen. Radlager und Simmerringe werden an den unteren Auflagebögen belastet, was jedoch bei einem Stillstand von rund einem halben Jahr relativ unkritisch ist. Sollte das Fahrzeug über den gesamten Winter nicht benutzt werden, so kann man den hier skizierten Einflüssen mit überschaubarem Aufwand entgegentreten.
Wenn die Saison für sie zu einem bestimmten Termin beendet sein soll, dann nehmen sie sich am letzten Tag noch einmal Zeit für ihr "mobiles Schätzchen". Bevor sie sich dem Fahrzeug zuwenden, betrachten sie auch das Umfeld in dem der Wagen überwintern soll.Eine Garage muss nicht auf 20° C aufgeheizt werden. Wichtig ist es extreme Temperaturschwankungen zu vermeiden, denn hierdurch entsteht wiederum Kondenswasser was sich in allen Hohlräumen niederschlagen kann. Wenn ein trockener Platz bei 8°C - 12°c und einer Luftfeuchtigkeit um die 50% gehalten werden könnte, so wäre es ein ideales "Überwinterungsnest".
- Ist alles Dicht?
- Ist ein Luftaustausch gewährleistet - ohne dass Tiere eindringen können?
- Ist der Raum und das Umfeld sauber und nicht schon geschädigt durch Feuchtigkeit?
- Kann ich ggf. einen Luftentfeuchter und/oder Batterieladegerät einschalten?
Jetzt sollten sie wie folgt vorgehen:
- Ausführliche Probefahrt, nochmal richtig auf Betriebstemperatur bringen und gleichzeitig auf Unregelmäßigkeiten oder Defekte achten.
- Tanken und Frostschutz, machen sie den Tank auf der Rückfahrt voll, hierdurch kann kein Kondensat in Holräumen der Benzinzufuhr entstehen. Bei dieser Tankgelegenheit kann auch gleich das Kühlwasser und das Scheiben- Waschwasser auf Frostschutz geprüft- und ggf. ergänzt werden.
- Luftdruck, prüfen sie den Luftdruck in den Reifen. Sollten die Reifen für die Überwinterung montiert bleiben, füllen sie ca. 1- 1,5 bar mehr Druck auf (Achtung-hiernach keine Vollgasexzesse mehr).
- Reinigen, jetzt sollte eine Grundreinigung (Unterboden inkl. Fahrwerk und Motorraum sowie Kofferraum und Interieur eingeschlossen) erfolgen.
- Verschmutzungen sollten penibel entfernt werden.
- Konservieren, gereinigte Oberflächen sollten konserviert werden. Für Lackoberflächen empfiehlt es sich nach einer Politur ein Mittel auf Wachsbasis aufzutragen (Achtung, auf die Verträglichkeit mit dem Lack achten- besonders bei original erhaltenen Lacken).
- Chrom- Nickel und Messingoberflächen polieren.
- Gummis zur Vermeidung von Austrocknung fetten (auch hier geeignete Mittel verwenden). Dies gilt im Übrigen auch für Kühler- und Heizschläuche.
- Wenn das Fahrzeug an seinem Winterplatz steht, können die Brennräume konserviert werden. Hierzu Zündkerzen entfernen, geeignetes Konservierungsmittel in die Brennräume sprühen (dieses Mittel vernetzt sich mit den Laufflächen in den Zylindern und läuft im Idealfall, anders als das vorhandene Motoröl, nicht ab. Jetzt Kerzen wieder eindrehen.
- Elektrik "versorgen", Im Bereich der Elektrik schadet es nicht die zugänglichen Kontakte, Sicherungskasten und Anschlüsse mit Kontaktspray einzusprühen.
- Die Batteriekontakte sollten gut gefettet werden. Die Batterie abklemmen und eine Erhaltungsladung mit geeigneten Geräten gewährleisten.
Die Auspufföffnungen und Luftfilteröffnungen können mit Lappen verschlossen werden. Bremsen lösen, damit kein "Festbacken" möglich ist. Bei einer üblichen Standzeit von 6 Monaten muss das Fahrzeug nicht unbedingt aufgebockt werden, schadet aber auch nicht. Gut bewährt haben sich sogenannte "Reifenschuhe", die die Aufstandsfläche durch Rundung vergrößern. Öffnen sie die Scheiben einen Spalt, damit die Luft auch im Innenraum zirkulieren kann. Nach diesen Maßnahmen ist ihr Fahrzeug eingewintert und sollte auf keinen Fall zwischendurch gestartet werden. Sollten mehrere Personen Zugang zum Fahrzeug haben so empfiehlt es sich einen Hinweis der "Einwinterung" gut sichtbar zu platzieren. So werden Sie auch in der nächsten Saison wieder mit Spaß durchstarten können.
Gruß, Thomas

