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Thema: Erweiterte Motorservice M104.98

  1. #1
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    Standard Erweiterte Motorservice M104.98

    Hallo,

    hatte mein Arbeitspensum für die lfde. Urlaubswoche gestern schon erledigt. Also habe ich mir was sinnvolles für heute überlegt. Da fiel mir mein M104.98 ein, der im Leerlauf nicht rund lief, und sich beim Wiederanlassen/Warmstart schüttelt. Also Plan für heute gemacht. Die Teile hatte ich schon vor ein paar Tagen von Bosch besorgt, nur die Dichtungen sind von Mercedes gekauft.

    1. Zündanlage erneuern
    2. Einspritzventile ersetzen
    3. Einspritzanlage demontieren und reinigen
    4. Mengenteilerfilter ersetzen
    5. Öl in Servolenkung tauschen
    6. Benzinfilter ersetzen

    Fachlich bin ich jetzt nicht so der Schrauber, eher der Theoretiker. Nun gut, tauschen wir mal Schreibtisch gegen Schraubenzieher, und schauen was dabei rauskommt. Immerhin weiß ich, wie man Reifen aufpumpt, dann kann der Rest nicht so schwer sein.

    Hier und weiter unten ein paar Pornobilder ...

    20170804_122152.jpg

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    Geändert von mfk (05.08.17 um 09:53 Uhr)
    Viele Grüße Garagensteher 300-24V

  2. #2
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    Fangen wir mit der Servopumpe und dem darin befindlichen Öl an. Nachdem ich den Deckel geöffnet hatte, blickte ich in den Abgrund einer Kloake. Habe es nicht abgelassen, sondern gespült. Klar ist das fachlich nun nicht so der Höhepunkt wie Ablassen, aber einfacher, und man braucht keine Hilfe. Kann jeder selbst machen. Achten sollte man darauf, dass die Pumpe keine Luft zieht, ebenso wie auf penible Sauberkeit. Die steinharte Deckeldichtung habe ich ebenso wie den Filter getauscht. Am besten das Öl mit einem Absauggefäß entfernen, und den Behälter immer bis zur Hälfte mit frischem Öl aufüllen. Motor an, Lenkrad 5 mal links rechts. Öl absaugen. 2-3 mal wiederholen. Dann Filter rein, und wieder alles zusammenschrauben. Später noch den Füllstand bei 20C korrigieren. Fertig! Ganz einfach.

    Es geht weiter ...
    Geändert von mfk (04.08.17 um 19:49 Uhr)
    Viele Grüße Garagensteher 300-24V

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  4. #3
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    Gummihandschuhe gewechselt, und dann geht's an die Zündanlage. Raus mit dem Zündgeraffel, von der Zündspule bis zu den Kerzen. Natürlich alles Boschteile, also das, was MB mit Aufgeld weiterverkauft. Beispiel. Boschverteiler von MB kostet 260€, von Bosch selbst für 80€. Problem. Der Zündläufer wollte nicht runter, weil die 3er Inbusschrauben sofort vernudeln. So ein Mist! Lösung. Nicht! aufbohren, sondern mit großem Schlitzschraubenzieher und Hämmerchen vorsichtig aufmeißeln. Bis man die Wasserrohrzange ansetzen kann. Dann hatta verloren. An die Torx für den Fingerhalter habe ich mich nicht rangetraut, denn das roch nach Schraube vernudeln. Kann meine Werkstatt nächstens machen.

    20170728_195830.jpg

    20170804_110113.jpg

    20170804_110706.jpg

    Fertig. Ganz easy ...

    20170728_201730.jpg

    Wie sehen die alten Kerzen für euch aus?

    20170729_132110.jpg

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    Geändert von mfk (04.08.17 um 23:53 Uhr)
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  6. #4
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    Ergebnis. Der Motorlauf war etwas besser, aber noch nicht zufriedenstellend. Also ran an die Drosselklappe/den LMM. Filtergehäuse runter, und mich trifft fast der Schlag. Ein übler Dreckbesatz trotz jährlichem Motorfilterwechsels. Also den WD40 Joker gezogen - ich weiß, soll man nicht machen, aber ich hatte die Nase voll. Ganz sachte ein paar Spritzer drauf, und mit Microfasertuch gaaaanz vorsichtig gereinigt. Und siehe da. Das Leerlaufgeschüttel geht weg. Also die Drosselklappe soweit von innen gereinigt, wie es geht. Was soll ich sagen. Es stellt sich ganz schnell Ruhe im Sixpack ein. Wooow! Aber war ja klar. Ist halt ein sensibles Teil. Habe dann bei laufendem Motor noch ein paar Stöße meines Jokers hintergejagt. Top, wie in alten Zeiten. Guckst du ...

    20170804_121523.jpg

    Es geht weider ... nicht nur das Läbbe
    Geändert von mfk (05.08.17 um 18:26 Uhr)
    Viele Grüße Garagensteher 300-24V

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    Jetzt geht's ans Eingemachte ... die Einspritzventile wechseln, um das Warmstartgeschüttel wegzukriegen. Der Benzindruck müsste jedenfalls ok sein, weil wir den Druckspeicher im Teileweitwurf schon vor ein paar Jahren ersetzt hatten. Lambdasonde ist auch neu. Ich fürchte, die ganze Einspritzanlage muss raus, um an Zylinder 3 und 4 zu kommen. Wollte den Mengenteiler eigentlich dran lassen. Habe keine Dichtung dafür, und abbauen ist halt die Vorstufe zum Auseinanderbauen.

    Morgen geht's weiter
    Geändert von mfk (04.08.17 um 22:59 Uhr)
    Viele Grüße Garagensteher 300-24V

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  10. #6
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    Es ist vollbracht. Zunächst musste das LMM Chassis mit den Mengenteiler raus, um an die Einspritzventile der Zylinder 3 und 4 zu kommen. Alle Stecker abgezogen. Im Nachhinein führt kein Weg daran vorbei, alle Einspritzleitungen zu demontieren. Tipp. Erst an den Ventilen, dann am Mengenteiler, dann beim Einbau genau so rückwärts. EV 3 und 4 waren schnell erledigt. Wenn ihr die EV rausnehmt, fühlt ihr schon wie die Dichtungen ihren Dienst versagen. Die alten EV fallen geradezu heraus. Dann den LMM und die Drosselklappe gereinigt, und alles wieder einbauen.

    Hier ein paar Tipps.

    1. Wenn euch die Inbusschrauben oder Werkzeug in den Motorraum fallen, dann gute Nacht. Also "hökschde Konzendrazion", Jogi's!

    2. Alle Schrauben und Anschlüsse doppelt checken. Ich hatte glatt eine Schraube vergessen anzuziehen.

    3. Den Gussgrat der Plastikführung EV unbedingt auf 12 Uhr Position einbauen.

    4. Die Gummihaube des LMM auf die Drosselklappe zu setzen geht, ist aber nicht ganz einfach. Dazu die Halterungsschrauben leicht anziehen und das Gummiteil per beherzter Handmassage drüberschieben.

    5. Den Filter im Mengenteiler ersetzen.

    6. Vor dem Anlassen 5 mal die Benzinpumpe ein und ausschalten. Der erste Start wird dennoch holprig.

    7. Die Schrauben der Ventilklammern würde ich mittauschen. Wenn die mal durchgenudelt sind, dann ist Schicht im Schacht. Aber jetzt ist an der Stelle erstmal Ruhe für die nächsten 15 Jahre.

    Fazit. Das Schütteln im Leerlauf und beim Warmstart ist weg.
    Der Motorlauf selbst erscheint runder und homogener. Er dreht sauber hoch, und fängt sich beim Verzögern bei etwa 1200rpm schön ab. Leerlauf stabil. Nur ganz selten regelt er einige 10 rpm hoch oder runter.

    Würde ich es nochmal machen wollen? Nein danke. Aber Spaß hats trotzdem gemacht. Wer den Unterschied zwischen Inbus und Torx kennt kriegt das "spielend" hin. Man muss es aber wollen, und ohne Schweißperlen wirds auch nicht gehen. Eine schöne Erfahrung, an deren Ergebnis ich gerne zurückdenken werde.

    Hier noch ein paar Fotos und ein Vid.

    20170805_131841.jpg

    20170805_130126.jpg

    20170805_122149.jpg

    20170805_142854.jpg

    https://youtu.be/CRUaVb-BvTw

    Euer Garagensteher
    Geändert von mfk (06.08.17 um 11:55 Uhr)
    Viele Grüße Garagensteher 300-24V

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  12. #7
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    Update. Heute den Wagen bei 26C zwei Stunden in der Stadt bewegt. KWT bis 100C. Mehrmals Stillstandzeiten von 5Min bis 30Min. Keinerlei Probs beim Anlassen, keine Leerlaufwackler.

    Update 2: Hatte mich erst nicht getraut darauf hinzuweisen, dass mein Lenkung wieder geräuschlos und leichter läuft, weil irgendwann sieht man vielleicht "weiße Mäuse". Gestern ist mir aber zufällig ein Vid zum Thema Servolenkungölwechsel in die Hände gefallen, und da meinte der Kollege "Volllast" aus Österreich, dass sein BMW nach dem Ölwechsel besser/leichter lenkbar sei ... huch. Gibt's das wirklich?
    Geändert von mfk (14.08.17 um 09:59 Uhr)
    Viele Grüße Garagensteher 300-24V

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  14. #8
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    Klasse Post,Danke vielmals!! LG

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    mfk (11.08.17)

  16. #9
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    Zitat Zitat von Politta 129 Beitrag anzeigen
    Klasse Post,Danke vielmals!! LG
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  17. #10
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    Da es heute schon den ganzen Tag regnet, habe ich genügend Zeit über die Prüfkupplung X11/4 nachzudenken. Morgen hole ich mal das Multimeter aus dem Keller, und erstelle der Ordnung halber Prüfprotokolle. Vielleicht kann man da noch ein paar Erkenntnisse gewinnen. Eine ganze Reihe von Sensoren werden ja mitgeschrieben. Was mich qualifiziert ist, dass ich schon mal die Ladespannung an der Batterie gemessen habe ... also faktisch nichts. Das wird sich morgen ändern. Ich berichte aus der Liste mit den Fehlercodes. An meiner 16poligen PK dürften die PINs 3 für KE, 8 EZL und 14 für MAS interessant sein. Beim Rest wie Klima und Verdeck etc. werde ich auch mal reinschauen.

    Update. PIN 3 ergab keine Fehler. Also KE ist ok. PIN 8 und 14 hatten jeweils 1 Fehler. Das Auslesen mit einem digit. MM. erwies sich als haarige Sache. Kam leider nicht auf eindeutige Ergebnisse. Die Zündspule und der Wassertemperaturgeber sollen es sein. Habe jetzt erstmal alle Fehler gelöscht, und werde in ein paar Tagen nochmal auslesen. Wenn dann alles passt waren es Altfehler.

    20170813_123556.jpg
    Geändert von mfk (14.08.17 um 09:53 Uhr)
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